
Bad Kötzting liegt im Naturpark Oberer bayerischer Wald, der zu den größten Naturparks des Freistaates bayern zählt. Die Stadt hat, wie es sich für einen Kneipp und Kurort gehört, einen hübschen, großen Kurpark, in dem es neben Kneippeinrichtungen, eine Minigolfanlage, einen Kinderspielplatz und natürlich ausreichend Spazierwege gibt. Am Freizeitpavillon trifft man sich im Sommer zu Kurkonzerten. Häufig begegnet man Nordic Walkern, die hier genügend Freiraum haben. Ein besonderes Highlight des Kurparks ist der Motorikpark. Nicht nur kleine Besucher können hier ihre Sinne auf die Probe stellen. Bad Kötzting liegt am Fluss Regen, der geradezu zu einer Bootswanderung herausfordert. Empfehlenswert ist eine Kutschfahrt durch die Stadt, vorbei an der Kirchenburg, der St.-Anna-Kapelle oder dem Rathaus. Das Stadtbild wird von einigen interessanten Brunnen geprägt. Der Bildhauer Neustifter erinnert mit dem Benediktinerbrunnen an die frühere Stadtgeschichte, in der in Kötzting Benediktinermönche wirkten und arbeiten.
Der Pfingstreiterbrunnen stammt ebenso aus der Hand des besagten Bildhauers. Vor der Kirche St. Veit befindet sich der Marienbrunnen. Vom Alten Rathaus im barocken Stil ertönt jeweils 11:00Uhr ein Glockenspiel, zu dem sich Pfingstritt-Figuren bewegen. Weil der Pfingstritt hier so bedeutsam ist, widmet sich ihm auch ein Museum. Tatsächlich ist der Pfingstritt eine Bittprozession zu Pferde, die zu den größten derartigen Prozessionen gehört, die auf dem europäischen Kontinent stattfinden. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wartete ein Mann in Steinbühl auf die Sterbesakramente. Der Kötztinger Pfarrer wollte die sieben Kilometer nicht ohne Begleitschutz zurücklegen. Einige junge Kerle aus dem Ort begleiteten ihn deshalb. Als alle wieder unbeschadet zurückgekehrt waren, gelobte man diesen Ritt von nun an einmal im Jahr durchzuführen. Seitdem findet jedes Jahr am Pfingstmontag der Pfingstritt statt an dem Hunderte von Reitern teilnehmen. Eine beachtliche Sehenswürdigkeit, welche ganz natürlicher Art ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Gemeint ist die Wolframslinde. Ihr Namenspatron ist Wolfram von Eschenbach, ein Minnesänger. Die Linde blickt auf ein tausendjähriges Leben zurück.
Furth im Wald ist berühmt für den Drachenstich. Mit dem Drachenstich ist eines der ältesten Volksschauspiele Deutschlands gemeint. Seinen Ursprung hat er eventuell in der Fronleichnamsprozession genommen, wobei er bei der Kirche nicht so gern gesehen und daher in die Sommerzeit verlegt wurde. In alter Zeit dürfte der Drachenstich symbolische Bedeutung gehabt haben. So könnte man im Drachen das Böse im Allgemeinen oder die Armut des Volkes gemeint haben. In der heutigen Zeit lockt der Drachenstich mit Festspiel, Kinderfest und Festumzug jährlich Besucherscharen an. Furth im Wald ist auch außerhalb der Drachenzeit eine Reise wert. Die Stadt und ihre bayerischer Wald Ferienhäuser liegen vor einer idyllischen Bergkulisse. Sie wird vom Chamb, einem Nebenfluss der Regen und weiteren Bächen durchzogen und hat viele Sehenswürdigkeiten, die sich auf Besucher freuen. Natürlich gibt es ein Drachenmuseum, welches am Schlossplatz untergebracht ist.
Gäste haben hier die Möglichkeit auf den Stadtturm zu steigen. Jeweils um 11 Uhr und um 18 Uhr kann man am Schlossplatz einem Glockenspiel lauschen. Sonntags lädt der Voithenberghammer, eine Waffen- und Hammerschmiede, zu Vorführungen ein. Des Weiteren hat Furth im Wald einen Ausflugs- und Erholungspark mit Waldmuseum, Uhrenmuseum und Wildgehege. In einer historischen Stadtführung erfährt man Näheres über den „Schimmel ohne Kopf“. Interessant ist eine Führung unter die Stadt in die Felsenkeller. Seit 2009 gibt es einen Drachensee. Der Stausee ist zum beliebten Naherholungsgebiet geworden. Wanderer und Radfahrer können den See umrunden und an dessen Ufer verweilen. Das Drachenseegebiet ist in vier Zonen aufgeteilt zu der eine Naturerlebniszone gehört. Unter anderem brüten Graugänse und Haubentaucher am See. Für Flussläufer ist er eine wichtige Nahrungsquelle. Aufmerksame Spaziergänge entdecken viele kleine Tiere, wie den Kleinen Feuerfalter. Einen guten Überblick über den See hat man vom „Mythos Drache“ aus, einem begehbaren Kunstwerk. Auf der Seebühne werden verschiedene Veranstaltungen ausgetragen.